Die Oper „La Calisto“ des venezianischen Francesco Cavalli (1602–1676) verbindet Mythologie, Komödie und Tragödie. In der neuen Einspielung unter der Leitung von Sébastien Daucé singt Bassist Alex Rosen den Göttervater Jupiter, der die Nymphe Calisto erobern will. Doch Calisto hat der Göttin Diana Keuschheit geschworen und weist ihn zurück. Jupiter schlüpft daraufhin in Dianas Gestalt und gewinnt Calistos Herz – ein Verwirrspiel, das die Handlung antreibt.
Die Titelpartie der Calisto singt Lauranne Oliva mit ausdrucksstarkem Sopran. Countertenor Paul-Antoine Bénos-Djian verkörpert den Hirten Endimione, der unter Dianas grausamem Liebesspiel leidet. Für komische Momente sorgt die in die Jahre gekommene Nymphe Linfea, gesungen von Tenor Zachary Wilder. Anna Bonitatibus ist als Jupiters eifersüchtige Gattin Juno zu hören, die Calisto in einen Bären verwandelt – als Sternbild „Großer Bär“ findet diese ihren Platz am Himmel.
Dirigent Sébastien Daucé hat eine eigene Fassung der Oper erstellt, die mit einer farbigen Orchesterbesetzung die turbulente Handlung unterstreicht. Das Ensemble Correspondances musiziert punktgenau und mit ansteckender Frische. Das Album erscheint bei harmonia mundi.
Quelle: www.ndr.de



