So., 07 Juni 2026 Berlin 00:11 DE / UKR / EN

Rente mit 70? Kommission dementiert angebliche Pläne

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission soll Ende Juni ihre Empfehlungen vorlegen. Nach einem Bericht über einen möglichen Renteneintritt mit 70 Jahren dementierten das Gremium und die Regierung umgehend, wie die Tagesschau berichtet.

Rente mit 70? Kommission dementiert angebliche Pläne
Bild: Tagesschau

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission soll Ende Juni ihre Empfehlungen vorlegen. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung über einen möglichen Renteneintritt mit 70 Jahren dementierten das Gremium und die Regierung umgehend, wie die Tagesschau berichtet. Noch stünden keine Empfehlungen fest.

Constanze Janda, Co-Vorsitzende der Kommission, erklärte gegenüber dem Tagesspiegel: „Die Kommission wird ihre Arbeit erst Ende Juni abschließen, sodass zurzeit noch keine Empfehlungen fertig entschieden sind.“ Auch mehrere andere Mitglieder dementierten gegenüber dem Handelsblatt eine Einigung auf eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre.

Die Bundesregierung hatte die Kommission im Winter eingesetzt, um Vorschläge für die langfristige Finanzierung der Rente zu erarbeiten. Die Politik will sich an diesen Empfehlungen bei späteren Reformen orientieren. Die Kommission arbeitet nach Regierungsangaben unabhängig und „frei von Weisungen“, besteht aber neben Wissenschaftlern auch aus Vertretern der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD.

Die Bild-Zeitung hatte berichtet, die Kommission wolle vorschlagen, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben: ab den Jahren 2061/62 auf 70 Jahre, ab Anfang der 2040er-Jahre auf 68 und ab Anfang der 2050er-Jahre auf 69. Betroffen wären demnach alle nach 1990 Geborenen. Die Kommission soll ihren Abschlussbericht am 30. Juni vorlegen.

Quelle: Tagesschau