Wie die FAZ berichtet, eröffnet der Profi-Dartsverband PDC seine Team-WM zeitgleich mit der Fußball-Weltmeisterschaft. Austragungsort ist Frankfurt, wo in der Eissporthalle im Stadtteil Bornheim WM-Stimmung herrscht. Auf den riesigen Leinwänden verfolgen die Zuschauer die Darts-Spieler, die auf der Bühne ihre Pfeile auf das Board werfen. Da das Ziel klein ist, ist das Geschehen nur über die Leinwände nachvollziehbar.
Dave Allen, bei der PDC für die internationale Entwicklung zuständig, räumt ein: „Natürlich ist es nicht perfekt, dass unsere WM mit der Fußball-WM kollidiert. Aber wir kommen damit zurecht und stellen uns der Konkurrenz.“ Worte stehen für das wachsende Selbstbewusstsein der Organisatoren. Die Team-WM gastiert zum neunten Mal in Frankfurt. Der Wettbewerb ist der einzige im Kalender, bei dem Profis nicht allein spielen, sondern im Team und in Nationaltrikots antreten.
Für die Spieler macht der Modus den Reiz aus. Dimitri Van den Bergh, der mit Mike De Decker das belgische Duo bildet, sagt: „Das ist schon etwas Besonderes. Sonst spielen wir immer für uns allein, man muss sich erst daran gewöhnen, dass man als Team agiert.“ Die Belgier scheiterten im Achtelfinale an Nordirland. Van den Bergh betont, das Besondere sei, Spieler aus Nationen wie Trinidad und Tobago zu treffen, die man sonst nicht auf der Tour sehe. Von einem magischen Darts-Ort wie dem Ally Pally sei Frankfurt aber noch weit entfernt.
Die PDC hält dennoch am Standort fest. „Wir haben unabhängig von der genauen Vertragsdauer nicht vor, Frankfurt zu verlassen. Das passt für uns sehr gut und auch zu unserem nachhaltigen Wachstum“, sagt Allen. Der neue Weltmeister stand am Sonntagabend erst nach Redaktionsschluss fest.
Quelle: www.faz.net



