Wie die Abendzeitung München unter Berufung auf eine Mitteilung von Premierminister Keir Starmer berichtet, enterten Kräfte der Marine und speziell geschulte Beamte der nationalen Kriminalpolizei den knapp 244 Meter langen Öltanker „Smyrtos“. Das Schiff, das unter der Flagge Kameruns fährt und aus einem russischen Hafen kam, sollte den Ärmelkanal passieren. Die sechsstündige Militäroperation erfolgte in enger Abstimmung mit Frankreich.
Verteidigungsminister Dan Jarvis erklärte, der Einsatz sei ein Schlag gegen Putins illegalen Krieg. Russland finanziere seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit der Schattenflotte, die aus mehr als 700 Schiffen bestehe. Die „Smyrtos“ werde nun auf Umwelt- und Sicherheitsmängel überprüft. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich bei Großbritannien und forderte Europa auf, gesetzliche Schritte zu ermöglichen, um Tanker nicht nur zu stoppen, sondern auch die Ladung zu beschlagnahmen.
Mit der Schattenflotte umgeht Russland die westlichen Sanktionen, die wegen des Angriffskriegs verhängt wurden. Bereits vor zwei Wochen hatte Frankreich mit britischer Unterstützung einen russischen Öltanker im Atlantik überprüft. Der Kreml bezeichnete solche Aktionen damals als „internationale Piraterie“.
Quelle: Stadt München



