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El Niño bedroht Ernten und Lebenshaltung in Südostasien

Ein ungewöhnlich starker El Niño bedroht die Lebensgrundlagen in Südostasien, wie die Deutsche Welle berichtet. Die Wetteranomalie behindert die Produktion von Reis und Palmöl und treibt die Kosten für Treibstoff, Lebensmittel und Transport in die Höhe.

El Niño bedroht Ernten und Lebenshaltung in Südostasien
Bild: static.dw.com

Wie die Deutsche Welle berichtet, verursacht ein ungewöhnlich massiver Kelvin-Wellenstoß warmen Wassers im äquatorialen Pazifik einen potenziell disruptiven El-Niño-Zyklus. Das chinesische Nationale Klimazentrum gab am 29. Mai eine offizielle Warnung heraus und bestätigte, dass die Meeresoberflächentemperaturen schnell in einen El-Niño-Zustand eingetreten sind. Meteorologische Modelle prognostizieren, dass sich das System im Sommer zu einem mittleren bis starken Ereignis entwickeln und im Herbst und Winter seinen Höhepunkt erreichen wird.

Die Auswirkungen sind bereits spürbar: In Südostasien behindern heißeres und trockeneres Wetter die Produktion von Reis und Palmöl. Haushalte in der gesamten Region sehen sich mit höheren Kosten für Treibstoff, Lebensmittel und Transport konfrontiert. Für Indien kommt der Zeitpunkt besonders ungünstig: Der indische Wetterdienst (IMD) prognostiziert den Südwestmonsun mit nur 90 Prozent des langjährigen Durchschnitts, was offiziell als „unterdurchschnittlich“ eingestuft wird.

„Die Wahrscheinlichkeit starker El-Niño-Ereignisse nimmt zu, und es wird erwartet, dass es im nächsten Frühjahr schwächer wird“, sagte Gao Rong, stellvertretender Direktor des chinesischen Nationalen Klimazentrums. „Im Westpazifik kann die Verschiebung den Ostasienmonsun stören und das Risiko von Überschwemmungen in Südchina und Dürren in anderen Regionen erhöhen.“ In China drohen stärkere Herbstregen südlich des Jangtsekiang die Reisernte zu schädigen, während Indien mit einem Monsoondefizit und geringeren Erträgen bei Reis, Hülsenfrüchten, Zuckerrohr und Ölsaaten rechnen muss.

Quelle: www.businesstoday.in