Ibrahim Maza, der bei Bayer Leverkusen unter Vertrag steht, wird bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika für Algerien auflaufen – nicht für sein Geburtsland Deutschland. Der 20-Jährige, der auch die vietnamesische Staatsbürgerschaft besitzt, entschied sich für das nordafrikanische Land, aus dem sein Vater stammt. „Ich bin ein Multikulti-Kind mit drei verschiedenen Nationalitäten: Deutschland, Algerien und Vietnam“, sagte Maza laut Vereinsmedien.
Maza, den alle nur „Ibo“ nennen, wurde 2005 in Berlin geboren. Sein Vater Sofiane stammt aus Algier und lernte seine vietnamesische Frau in Deutschland kennen. Schon als Kind reiste Ibrahim regelmäßig nach Algerien: „Ich war oft mit meinem Vater dort. Wir haben praktisch jeden Sommer dort verbracht und die Familie besucht“, erzählte er dem Leverkusener vereinseigenen Werkself-TV.
Seine fußballerische Ausbildung begann Maza in seiner Berlin bei den Reinickendorfer Füchsen – einem Verein, der für seine Jugendarbeit bekannt ist. Dort lernten unter anderem Kevin-Prince Boateng und Thomas Hässler, Weltmeister von 1990, das Fußballspielen. Später wechselte Maza zu Hertha BSC, ehe er 2022 zu Bayer Leverkusen ging.
Julian Nagelsmann und viele deutsche Fans hatten gehofft, Maza noch für die deutsche Nationalmannschaft zu gewinnen. Doch als Nagelsmann auf den talentierten Offensivspieler aufmerksam wurde, war es bereits zu spät: Maza hatte schon ein Pflichtspiel für Algerien absolviert und war damit fest an den afrikanischen Verband gebunden.
Bei der WM in Nordamerika trifft Algerien in der Vorrunde unter anderem auf Argentinien. Maza zeigte sich vor dem Turnier angriffslustig: „Wir werden Lionel Messi schlagen!“, kündigte er an. Der Leverkusener gilt als eines der größten Talente des algerischen Fußballs und wird von mehreren europäischen Topklubs beobachtet.
Quelle: www.dw.com



