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Ein Drittel der Bundestagsabgeordneten bezieht Nebeneinkünfte

Mehr als ein Drittel der Bundestagsabgeordneten hat in der aktuellen Legislaturperiode meldepflichtige Nebeneinkünfte oder Sachbezüge erhalten. Das zeigt eine Auswertung der veröffentlichten Selbstauskünfte durch Abgeordnetenwatch und den Spiegel, wonach 232 der 630 Abgeordneten seit Beginn der Wahlperiode entsprechende Einnahmen von zusammen mehr als 10,6 Millionen Euro meldeten.

Ein Drittel der Bundestagsabgeordneten bezieht Nebeneinkünfte
Bild: img.zeit.de

In der aktuellen Legislaturperiode haben 232 von 630 Bundestagsabgeordneten meldepflichtige Nebeneinkünfte oder Sachbezüge gemeldet. Dies entspricht mehr als einem Drittel der Abgeordneten. Die CDU/CSU-Fraktion weist dabei den höchsten Anteil auf, gefolgt von der AfD und den Grünen. Die Grünen-Abgeordnete Ophelia Nick führt mit den höchsten Nebeneinkünften von 2,7 Millionen Euro, gefolgt von Alexander Engelhard von der CSU mit 1,5 Millionen Euro und Sebastian Maack von der AfD mit 439.000 Euro.

Die Nebeneinkünfte müssen offengelegt werden, wenn sie über 1.000 Euro pro Monat oder 3.000 Euro pro Jahr liegen. Das Abgeordnetengesetz gestattet Nebentätigkeiten, solange das Mandat im Vordergrund steht. Trotz dieser Offenlegungspflicht gibt es laut Abgeordnetenwatch Hinweise auf mögliche Interessenkonflikte und unvollständige Angaben.

Quelle: www.zeit.de