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De Croo: Entwicklungspolitik ist auch Sicherheitspolitik

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Zentralafrika warnt Alexander De Croo vor den Folgen von Kürzungen in der Entwicklungshilfe. Im Interview mit der Zeit betont er, dass stabile Länder widerstandsfähiger gegen Pandemien seien.

De Croo: Entwicklungspolitik ist auch Sicherheitspolitik
Bild: img.zeit.de

Das Ebolavirus breitet sich in afrikanischen Ländern aus, doch die genaue Lage ist schwer einzuschätzen, da die Gesundheitsversorgung und Entwicklungshilfe stark zurückgefahren wurden. Die Welt ist vernetzt, niemand ist vor Pandemien geschützt. Entwicklungspolitik ist auch Sicherheitspolitik, denn stabile Länder sind widerstandsfähiger. Trotz steigender Kriege und Armut gibt es Lösungsansätze wie den Aufbau effizienter Steuersysteme in Entwicklungsländern. Multilateralismus und Investitionen sind entscheidend, um Entwicklung, Frieden und Stabilität zu fördern.

Im Interview mit der Zeit sagte De Croo: „Da kursieren im Moment viele Gerüchte und Meinungen darüber, was los ist und was passieren müsste. Tatsächlich ist es aber sehr kompliziert geworden, die Lage auf dem Land genau einzuschätzen.“ Er fügte hinzu: „Die Gesundheitsversorgung wurde in vielen Dörfern zurückgefahren, auch weil die Entwicklungsprogramme so stark gekürzt worden sind wie nie zuvor. Folglich sind wir dort nicht mehr präsent und können uns kein ganz genaues Bild mehr von der Ausbreitung der Pandemie auf dem Land machen.“

Quelle: www.zeit.de