Der Betreiber des Strandes am Heidesee, Matthias Nobela, führte die Regel ein, nachdem Badegäste wiederholt Sicherheitshinweise ignoriert hatten, weil sie die Sprache nicht verstanden. „Ich bin für die Sicherheit der Badenden verantwortlich. Wenn etwas passiert, geben alle mir die Schuld. Den Tod kann man nicht rückgängig machen“, sagte Nobela.
Kritiker werfen der Badeaufsicht vor, unter dem Deckmantel der Sicherheit faktisch ein Badeverbot für bestimmte Bevölkerungsgruppen zu verhängen. Die Stadt Halle, in deren Gebiet der See liegt, forderte die Aufhebung der Regelung. Jede Handlung, die als fremdenfeindlich aufgefasst werden könne, schade dem Ruf der Stadt, hieß es. Die Stadt schlägt stattdessen Piktogramme oder mehrsprachige Sicherheitsregeln vor.
Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) griff das Thema auf und veröffentlichte ein Plakat mit dem Slogan: „Wer kein Deutsch versteht, bleibt draußen.“ Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) distanzierte sich von der Maßnahme. Der Betreiber wies Rassismusvorwürfe zurück und verwies auf die besonderen Gefahren des Sees mit seinem steilen Uferabfall und der großen Tiefe.
Quelle: 24tv.ua



