Die Diplom-Psychologinnen PD Dr. Silke Pawils und Dr. Franka Metzner-Guczka vom Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf wurden mit dem Kroschke Forschungspreis für Kinderschutz in der Medizin ausgezeichnet. Der Preis, der mit 7.500 Euro dotiert ist, würdigt ihre Forschungsarbeit zu väterspezifischen Risiko- und Schutzfaktoren bei der Gefährdung des Kindeswohls.
Die UKE-Forschungsgruppe hat sich über 15 Jahre mit der Rolle von Vätern in der Kindeswohlforschung beschäftigt. Dabei wird häufig die Perspektive der Mütter in den Vordergrund gerückt, während die Bedeutung der Väter oft vernachlässigt wird. „Um die Lebenssituation von Kindern zu verbessern, ist es entscheidend, auch die Väter in unsere Gespräche einzubeziehen“, betonte Pawils. „Die Ressource „Vater“ ist für die Kinder zu wertvoll, um ignoriert zu werden.“
Die Jury sieht in der Arbeit der beiden Psychologinnen einen wichtigen Beitrag zur Prävention und frühzeitigen Unterstützung von Familien. Nadine Weber-Kroschke, Vorständin der Kroschke Kinderstiftung, hob hervor, dass Forschung im medizinischen Kinderschutz essenziell für die Weiterentwicklung in diesem sensiblen Bereich ist.
Die Deutsche Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM e.V.) engagiert sich seit 2008 für die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie für die wissenschaftliche Lehre und Forschung im Bereich des Kinderschutzes. Durch die Verleihung des Forschungspreises möchte die DGKiM Initiativen fördern, die bislang wenig beachtete Aspekte im Kinderschutz thematisieren.
Quelle: www.zeit.de



