Kurku legte die Verbindung am Donnerstagabend offen. In einer von seinem Anwalt versendeten Stellungnahme drückte er den Opfern und Angehörigen seine „tief empfundene Anteilnahme“ aus. Die in der Berichterstattung als „Patentante“ bezeichnete Frau sei seine Schwiegermutter, so der Abgeordnete. Er habe die Ermittlungsbehörden und sein berufliches Umfeld informiert. Der Anwalt betont, Kurku habe vor der Tat keine Kenntnis von den möglichen Geschehnissen gehabt.
Ein Sprecher der Landesregierung teilte dem NDR mit, die familiäre Verbindung habe keine unmittelbaren Auswirkungen auf Kurkus ehrenamtliche Tätigkeit als Landesbeauftragter. Kurku sei hoch anerkannt und führe seine Aufgabe „mit größtem, persönlichen Engagement“ aus. Ministerpräsident Olaf Lies wünsche Kurku und seiner Familie die nötige Kraft für die Bewältigung der Situation.
Die 65-jährige Frau soll den 45-jährigen mutmaßlichen Täter zum Tatort gefahren und nach der Tat als Fahrerin des Fluchtwagens fungiert haben. Die Staatsanwaltschaft Stade beantragte keinen Haftbefehl. Ob und welcher Tatvorwurf angeklagt wird, stehe nach Abschluss der Ermittlungen fest. Der Verdächtige war am Montag auf der Flucht festgenommen worden.
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