Die IG Metall-Vorsitzende Christiane Benner nannte das Paket ein „Ergebnis wie eine bunte Tüte Süßes und Saures“. Sie kritisierte die geplante Ausweitung anlassloser Befristungen und die Aufweichung des Kündigungsschutzes als „Angriff auf Beschäftigtenrechte“. Auch Verdi-Chef Frank Werneke bedauerte, dass die Koalition auf eine höhere Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften verzichtet habe.
Die Linke-Vorsitzenden Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano sowie die Fraktionschefs Heidi Reichinnek und Sören Pellmann sprachen in einer gemeinsamen Stellungnahme von einem Kurs des „Sozialstaatskahlschlags und des Misstrauens“. Die Grünen-Finanzpolitikerin Katharina Beck sprach von einer Mogelpackung. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vermisst einen „kraftvollen Wachstumsimpuls“ und fordert weitere Reformen. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger bescheinigte der Koalition dagegen einen „überfälligen Kurswechsel“ in Richtung Wachstum und Beschäftigung.
Der DGB zog ein gemischtes Fazit: Vorsitzende Yasmin Fahimi begrüßte die Stärkung kleiner und mittlerer Einkommen, kritisierte aber die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung.
Quelle: Tagesschau



