Der inzwischen promovierte Mediziner hatte in einer Chatgruppe wiederholt medizinische Hinweise gegeben, wie Frauen sediert werden könnten. Das Landgericht Berlin verurteilte ihn wegen Beihilfe zur Vergewaltigung sowie zur sexuellen Nötigung in drei Fällen. Ein Mitglied der Chatgruppe habe das empfohlene Beruhigungsmittel verwendet, so der Richter.
Der Vorsitzende Richter bezeichnete die Taten als „frauenverachtend, weil Frauen zu reinen Objekten degradiert werden“. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte in den Jahren 2020 und 2021 seine Verlobte in Peking in einem Hotelzimmer sexuell genötigt hatte – ebenfalls unter Sedierung. Teilweise seien weitere Männer beteiligt gewesen.
Die Ermittlungen gegen ein Netzwerk überwiegend chinesischer Männer waren von einer Meldung des hessischen Landeskriminalamts ausgegangen. Bei einer Durchsuchung wurden Videodateien sichergestellt, die die Taten zeigen sollen. Der Angeklagte befindet sich seit September 2025 in Untersuchungshaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Quelle: www.spiegel.de



