Hintergrund der Äußerung ist ein schwerer Vorfall vom 29. Juni: Gegen 21 Uhr Ortszeit erschütterte eine Explosion Monaco, bei der drei Menschen verletzt wurden, zwei von ihnen schwer. Nach Informationen von Ukrainska Pravda aus Geschäftskreisen handelt es sich bei einem der Opfer um den sanktionierten ukrainischen Geschäftsmann Wadym Jermolajew und seine Angehörigen.
Die Ermittlungen in Monaco führten auf die Spur einer 39-jährigen ukrainischen Staatsbürgerin, Anastassija Beresowska. Interpol setzte sie am 3. Juli auf die internationale Fahndungsliste, da sie verdächtigt wurde, den Sprengsatz platziert zu haben. Am 7. Juli wurde Beresowska tot und verscharrt nahe Kiew aufgefunden – sie war offenbar bereits am 3. Juli getötet worden.
Die ukrainische Nationalpolizei, der Sicherheitsdienst SBU, der Militärgeheimdienst HUR und die Generalstaatsanwaltschaft gaben am selben Tag die Festnahme zweier Tatverdächtiger bekannt: Wladyslaw Reut, ein Mitarbeiter des HUR, und Witalij Schykowitsch, ein ehemaliger SBU-Angehöriger. Ihnen wird vorgeworfen, Beresowska ermordet zu haben. Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass die beiden Männer auch in den Anschlag in Monaco verwickelt sein könnten, da sie wiederholt Überweisungen auf Krypto- und Bankkonten des Opfers getätigt haben sollen.
Am 9. Juli ordnete das Petschersker Bezirksgericht in Kiew Untersuchungshaft ohne Möglichkeit auf Kaution für Reut und Schykowitsch an. Selenskyj betonte, die Öffentlichkeit nach Eingang der vollständigen Berichte zu informieren.
Quelle: www.pravda.com.ua



