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Mindestens 18 Tote bei Luftangriff auf Komyschuwacha

Bei einem russischen Luftangriff auf das Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens 18 Menschen getötet und fünf verletzt worden. Die Bomben trafen eine Schule während der Ausgabe humanitärer Hilfe.

Mindestens 18 Tote bei Luftangriff auf Komyschuwacha
Grafik: EuroPulse

Bei einem russischen Luftangriff auf das Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens 18 Menschen getötet und fünf verletzt worden. Die Bomben trafen eine Schule während der Ausgabe humanitärer Hilfe.

Bei einem russischen Luftangriff auf das Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mindestens 18 Menschen getötet worden. Mindestens fünf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Selenskyj am Montag, 2. November, auf X und bei Telegram mit. Die Bomben trafen laut Selenskyj eine Schule, die für humanitäre Zwecke genutzt wurde, während dort humanitäre Hilfe ausgegeben wurde.

„Seit heute Morgen wurde die Ortschaft mehrfach von Luftbomben getroffen“, schrieb Selenskyj. Insgesamt seien mehr als zehn Bomben abgeworfen worden, berichtet WELT unter Berufung auf den Präsidenten. Nach dem ersten Angriff seien neun weitere Bomben auf einen Schutzraum abgeworfen worden, in dem Menschen Zuflucht gesucht hätten; eine schlug Selenskyj zufolge direkt in einem Luftschutzkeller ein. Die Rettungsarbeiten dauerten an, es werde nach weiteren Opfern gesucht. Die Lage vor Ort sei äußerst schwierig, erklärte der Präsident.

Komyschuwacha liegt nach Angaben der dpa, auf die sich die Berliner Zeitung beruft, etwa 25 Kilometer östlich der Stadt Saporischschja und gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt. Die frontnahe Region ist seit Monaten immer wieder Ziel schwerer russischer Luftangriffe. Bei einem Angriff auf die Großstadt Saporischschja Mitte Oktober wurden nach WELT 23 Menschen getötet, darunter vier Minderjährige.

Selenskyj erhob den Vorwurf eines gezielten Bombardements. „Russland konnte nicht entgangen sein, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner jede Woche eben dort humanitäre Hilfe erhalten“, schrieb er. Das betroffene Gebäude sei regelmäßig Anlaufstelle für die verbliebene Bevölkerung gewesen. „Mit diesen Morden hat Russland ein absolut gegensätzliches Signal gegeben – Russland zählt auf weitere Morde“, schrieb der Staatschef und forderte eine weltweite „starke und harte“ Reaktion.

Zuvor war am Sonntag eine sechstägige Feuerpause in der südukrainischen Region Cherson ausgelaufen. Sie war am 27. Oktober in Kraft getreten und sollte eine Evakuierungsaktion aus dem von Russland besetzten Ort Oleschky ermöglichen. Nach Angaben der US-Regierung wurde die Vereinbarung von US-Präsidentengattin Melania Trump vermittelt; knapp 800 Menschen konnten nach ihren Angaben während der Feuerpause in Sicherheit gebracht werden, wie Reuters berichtet. Der ukrainische Generalstab warf Russland laut Reuters vor, die Kampfpause zur militärischen Verstärkung genutzt zu haben. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte Reuters zufolge, er habe keine konkreten Informationen über Truppenbewegungen; Anpassungen der eigenen Positionen während einer Feuerpause seien jedoch „gängige Praxis“. Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets erklärte am Montag laut Reuters, beide Seiten hätten ihre Verpflichtungen im Rahmen der humanitären Operation eingehalten.

Angaben über Opferzahlen und Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Quellen

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