Der 21. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland stößt auf Widerstand aus Bulgarien. Das Land lehnt die Aufnahme von Patriarch Kirill, dem Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, in die Sanktionsliste ab. Nach Angaben von EU-Diplomaten sieht Sofia darin eine unzulässige Einmischung in religiöse Angelegenheiten.
Der Paket war bereits vergangene Woche von den EU-Botschaftern diskutiert worden. Neben Bulgarien äußerten auch mehrere andere Mitgliedstaaten Vorbehalte gegen die vorgeschlagenen Energiesanktionen, darunter die geplante Einfrierung der Preisobergrenze für russisches Öl. Der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten (COREPER) kommt am Mittwoch, dem 17. Juni, um 16:30 Uhr Kiewer Zeit zu einer weiteren Sitzung zusammen, um über den von der Europäischen Kommission vorgelegten Entwurf zu beraten.
Der Sanktionspaket muss vom Rat der Europäischen Union einstimmig verabschiedet werden. Bulgariens Einwand könnte den gesamten Prozess verzögern oder zu Nachverhandlungen führen.
Quelle: www.pravda.com.ua



