Der unter dem Semjon Skrepezkij bekannte Künstler war am Montag in der Kleinstadt Biała Podlaska östlich von Warschau auf offener Straße getötet worden. Nach Angaben der polnischen Behörden feuerte ein Angreifer drei Schüsse auf ihn ab und gab aus nächster Nähe zwei weitere Schüsse ab, als das Opfer bereits am Boden lag. Augenzeugenberichten zufolge glich die Tat einer Exekution.
Zwei zunächst festgenommene belarussische Staatsbürger wurden wieder freigelassen, da die Polizei keine Beweise für ihre direkte Beteiligung fand. Tusk räumte ein, dass es sich um einen schwierigen Fall handele, weil Auftragsmörder schwer zu identifizieren seien. Die polnischen Behörden unternähmen alles Erforderliche.
Russland als Auftraggeber hinter der Tat stecken, wäre dies ein Vorfall von internationaler Tragweite. Tusk bezeichnete dies als „staatlichen Terrorismus“. Der Künstler hatte sich in satirischen Werken über Wladimir Putin, den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko und den tschetschenischen Ramsan Kadyrow lustig gemacht. Seit 2021 lebte er in Polen. Erst am vergangenen Freitag, dem russischen Nationalfeiertag, hatte er vor der russischen Botschaft in Berlin mit einer Karikatur protestiert, die Putin als Säugling in den Armen Stalins zeigt.
Sicherheitsbehörden in mehreren europäischen Ländern hatten zuvor vor möglichen Anschlägen auf russische Regierungsgegner im Exil gewarnt oder solche Attentate vereitelt.
Quelle: www.faz.net



