Die zusätzlichen Mittel werden möglich, weil sogenannte Ausgabenreste aus dem Haushalt nicht genutzt wurden. Darauf verständigten sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Ziel ist es, den Transport einzelner Waggons in der Fläche zu sichern und mehr Industriegüter von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Der Einzelwagenverkehr macht 18 Prozent des Schienengüterverkehrs aus. Dabei werden einzelne Waggons bei Industriekunden abgeholt, an Rangierbahnhöfen zu langen Zügen zusammengestellt und am Ziel wieder getrennt. Bilger betonte, der Einzelwagenverkehr sei für viele Unternehmen unverzichtbar, da er den Gütertransport auch für kleinere Mengen ermögliche und Unternehmen flächendeckend an das Schienennetz binde. Eine wichtige Rolle spielt er vor allem in der Stahl-, Chemie- und Autoindustrie.
Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, nannte die Entscheidung ein wichtiges Signal an die Güterbahnen und die verladende Industrie. Zugleich forderte er den Bundestag auf, die geplanten Kürzungen der Förderung für das Jahr 2027 in Höhe von 26 Millionen Euro rückgängig zu machen und den Betrag auf eine ähnliche Größenordnung aufzustocken.
Quelle: www.zeit.de



