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Prien plant mehr Vätermonate beim Elterngeld

Familienministerin Karin Prien (CDU) will die Bedingungen für das Elterngeld verschärfen: Künftig sollen beide Elternteile sieben Monate zu Hause bleiben, sonst wird gekürzt. Das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Koalitionskreise.

Prien plant mehr Vätermonate beim Elterngeld
Bild: img.zeit.de

Bislang können Paare 14 Monate Elterngeld beziehen, wobei ein Partner mindestens zwei Monate nehmen muss – meist der Vater. Nach den Plänen von Familienministerin Karin Prien (CDU) soll die maximale Bezugsdauer künftig nur noch erreicht werden, wenn beide Elternteile jeweils sieben Monate zu Hause bleiben.

Prien erhofft sich davon Einsparungen, da viele Väter vermutlich nicht für sieben Monate aus dem Job aussteigen wollen. Die Reform ist Teil der Sparvorgaben von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), der alle Ressorts aufgefordert hat, ein Prozent ihres Budgets einzusparen. Laut RND muss Prien insgesamt 500 Millionen Euro weniger ausgeben, um den Bundeshaushalt zu konsolidieren.

An den sonstigen Bedingungen will Prien nichts ändern: Das Elterngeld bleibt bei 65 Prozent des Nettoeinkommens, mindestens 300 und maximal 1.800 Euro pro Monat. Voraussetzung ist ein zu versteuerndes Einkommen unter 175.000 Euro. In Koalitionskreisen wurde betont, dass die Gespräche über die Sparbeiträge noch liefen und einzelne Maßnahmen beim Koalitionsausschuss am 1. Juli diskutiert werden könnten.

Die schwarz-rote Koalition hat eine Reform des Elterngelds vereinbart, um Kosten zu senken. Gleichzeitig soll die Maßnahme auch einen Beitrag zur Gleichstellung leisten, wie es in Koalitionskreisen hieß.

Quelle: www.zeit.de