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Krankschreibung: Diese Regierung hält kranke Menschen für verdächtig

Die geplante Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag offenbart ein fragwürdiges Menschenbild der Bundesregierung. Statt Kranke zu entlasten, werden sie unter Generalverdacht gestellt.

Krankschreibung: Diese Regierung hält kranke Menschen für verdächtig
Bild: sueddeutsche.de

Die schwarz-rote Koalition will die Regeln für Krankschreibungen verschärfen: Wer krank ist, soll künftig schon am ersten Fehltag ein ärztliches Attest vorlegen müssen. Die telefonische Krankschreibung, die in der Pandemie eingeführt wurde, soll wegfallen. Das Paket soll den hohen Krankenstand in Deutschland senken. Doch die Pläne stoßen auf breite Kritik – nicht nur bei Ärzten, sondern auch in der Opposition.

Ein Signal des Misstrauens

Die geplante Attestpflicht treffe besonders junge Eltern mit kleinen Kindern hart. Das Ergebnis sei, dass sich Menschen mit einer Erkältung zum Arzt schleppen, statt sich zu erholen – und sich im Wartezimmer womöglich noch eine schwerere Infektion holen.

Ärzte warnen vor Praxiskollaps

Was wirklich helfen würde

Lang fordert einen Kurswechsel: Statt die Kranken zu bestrafen, müsse die Regierung in Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz investieren, den Zugang zu psychotherapeutischer Hilfe erleichtern und Stress reduzieren. Die Debatte zeige, wie Politik das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen könne:

Quelle: www.sueddeutsche.de