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Kyjiw und Moskau melden gegenseitige Angriffe

Nach den Gesprächen von US-Sondergesandtem Witkoff in Russland haben Russland und die Ukraine in der Nacht gegenseitig ihre Hauptstädte angegriffen. In Kyjiw wurden mindestens 15 Menschen verletzt.

Kyjiw und Moskau melden gegenseitige Angriffe
Grafik: EuroPulse

Nach den Gesprächen von US-Sondergesandtem Witkoff in Russland haben Russland und die Ukraine in der Nacht gegenseitig ihre Hauptstädte angegriffen. In Kyjiw wurden mindestens 15 Menschen verletzt.

Nach den Gesprächen von US-Sondergesandtem Witkoff in Russland haben Russland und die Ukraine in der Nacht gegenseitig ihre Hauptstädte angegriffen. Bei russischen Raketenangriffen auf Kyjiw sind in der Nacht mindestens 15 Menschen verletzt worden, acht von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Das teilten die Stadtbehörden mit, wie der Sender Deutsche Welle am Donnerstag, 22. Oktober, berichtet. Zugleich meldete Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin, auf die Region seien in der Nacht 630 Drohnen gestartet worden, mindestens zwei Menschen seien verletzt worden.

Der Angriff auf die ukrainische Hauptstadt erfolgte laut der Tagesschau am späten Abend des Vortags. Die höchste Alarmstufe wurde demnach um 22.06 Uhr Ortszeit (21.06 Uhr MESZ) ausgelöst, zwei Minuten später meldete die ukrainische Luftwaffe den Anflug mehrerer Raketen. Eine zweite Angriffswelle folgte etwa anderthalb Stunden später, ohne dass neue Einschläge gemeldet wurden. Gegen 2 Uhr Ortszeit kam es laut Medienberichten erneut zu Einschlägen und Explosionen.

Kiews Bürgermeister Witali Klitschko erklärte auf Telegram, Wohnhäuser und eine Tankstelle am östlichen Ufer des Dnipro seien durch herabfallende Trümmer beschädigt worden. Später meldete er Schäden an Teilen der Südbrücke über den Fluss, auch die U-Bahn-Infrastruktur dort sei betroffen. Die Tagesschau berichtet zudem, es sei nicht auszuschließen, dass noch Menschen aus beschädigten Gebäuden gerettet werden müssten.

In der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine wurde nach Angaben von Gouverneur Oleh Syniehubow eine Frau getötet, vier weitere Menschen wurden verletzt. Eine Drohne traf laut den örtlichen Behörden zudem Energieinfrastruktur in der Region Poltawa, nähere Angaben machten sie nicht.

In der westrussischen Stadt Lipetsk wurde nach Angaben von Gouverneur Igor Artamonow ein Mann verletzt, als Drohnen Wohnhäuser und eine medizinische Einrichtung trafen. Moskaus Bürgermeister Sobjanin schrieb in sozialen Netzwerken, die meisten der 630 Drohnen seien von Luftabwehrsystemen zerstört worden; 163 davon hätten sich der Hauptstadt genähert.

Die Angriffe folgten auf Gespräche des US-Sondergesandten Steve Witkoff: Er hatte sich nach Angaben der Deutschen Welle zuvor in dieser Woche in Norwegen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen, am Mittwoch dann in Russland mit Präsident Wladimir Putin. Putin habe „grundsätzlich“ zugestimmt, die von den USA vermittelten Friedensgespräche mit Kyjiw „schon im kommenden Monat“ wieder aufzunehmen. Selenskyj erklärte am Mittwoch, die Ukraine unterstütze einen US-Vorschlag für Gespräche auf Ebene der Unterhändler, möglichst bald. US-Präsident Donald Trump sprach nach dem Treffen mit Putin davon, man sei einer Beendigung des Krieges „so nah“ gewesen wie nie zuvor.

Quellen

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