Di., 04 Aug. 2026 Kyjiw 20:27Berlin 19:27London 18:27 UKR / DE / EN

Rhein-Niedrigwasser, Ceuta-Krise und KI-Reden: Die News des Tages

Der Rheinpegel bei Kaub liegt bei 24 Zentimetern, was die Spritpreise in die Höhe treiben könnte. Die EU bemüht sich nach dem Migrationsstreit um Ceuta um Einigkeit, während die Bundesregierung offen lässt, wie oft sie KI für Reden nutzt.

Rhein-Niedrigwasser, Ceuta-Krise und KI-Reden: Die News des Tages
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Der Rheinpegel bei Kaub liegt bei 24 Zentimetern, was die Spritpreise in die Höhe treiben könnte. Die EU bemüht sich nach dem Migrationsstreit um Ceuta um Einigkeit, während die Bundesregierung offen lässt, wie oft sie KI für Reden nutzt.

Der Wasserpegel des Rheins an seiner kritischsten Engstelle bei Kaub in Rheinland-Pfalz beträgt derzeit nur 24 Zentimeter. Viele Frachtschiffe können nicht mehr fahren oder nur mit einem Bruchteil ihrer üblichen Ladung, was die Transportkosten erhöht. Der Ökonom Thilo Schaefer vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft erklärte im SPIEGEL-Interview, die Dürre habe das Potenzial, Benzin und Diesel weiter zu verteuern. „Hält das Niedrigwasser an, dürften Treibstoffe in einigen Regionen knapper werden. Dann steigen auch die Preise“, so Schaefer. Er verwies auf 2018, als Benzinpreise von 1,34 Euro auf 1,42 Euro kletterten.

Nach den jüngsten Ereignissen in der spanischen Exklave Ceuta bemüht sich die EU um Geschlossenheit. Nach Angaben der spanischen Regierung gelangten vergangene Woche rund 72.000 Migranten aus Marokko nach Ceuta, viele ertranken bei dem Fluchtversuch. EU-Innenkommissar Magnus Brunner betonte nach einer Videoschalte der europäischen Innenminister „volle Solidarität mit Spanien“. Zuvor hatten 22 der 27 EU-Mitglieder, darunter Deutschland, Madrid eine zu laxe Migrationspolitik vorgeworfen. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni setzte das Schengenabkommen mit Spanien aus.

Die Bundesregierung will nicht sagen, wie viele Reden ihrer Minister mithilfe von KI geschrieben wurden. Das zeigen Antworten auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion, die dem SPIEGEL vorliegen. Die Regierung bezeichnet KI darin vage als „unterstützendes Arbeitswerkzeug“. Die Linkenabgeordnete Sonja Lemke kritisiert das: „Wenn Techbros über ihre Chatbots ständig in den Ministerien sitzen und alle Inhalte beeinflussen, dann ist das eine Gefahr für unsere Demokratie.“

Quelle: www.spiegel.de