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Monaco: Verdächtige nach Paketbombenanschlag auf ukrainischen Geschäftsmann identifiziert

Die Staatsanwaltschaft in Monaco hat eine verdächtige Person nach der Explosion einer Paketbombe identifiziert, bei der der ukrainische Geschäftsmann Wadym Jermolajew schwer verletzt wurde. Interpol soll die Person zur internationalen Fahndung ausschreiben.

Monaco: Verdächtige nach Paketbombenanschlag auf ukrainischen Geschäftsmann identifiziert
Bild: img.zeit.de

Die Explosion ereignete sich am Montagabend in der Eingangshalle eines kleinen Wohnhauses in Monaco. Ein Unbekannter hatte dort ein Paket abgelegt, das kurz darauf detonierte. Bewohner kamen im selben Moment nach Hause und wurden verletzt: ein Paar und ein 13-jähriger Junge.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft richtet sich der Verdacht gegen eine Frau, die sich möglicherweise als Mann ausgegeben hat. Auf Überwachungsaufnahmen sei die Person mit einem schwarzen Fischerhut zu sehen. Die Behörden leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes und weiterer Delikte ein.

Bei den Verletzten handelt es sich mehreren Quellen zufolge um den 58-jährigen Multimillionär Wadym Jermolajew, seine Partnerin und den gemeinsamen Sohn. Jermolajew, ein Immobilienunternehmer aus der ostukrainischen Stadt Dnipro, zählte jahrelang zu den 100 reichsten Menschen der Ukraine. Er gab die ukrainische Staatsbürgerschaft bereits vor Jahren ab.

Jermolajew gehört zu einer Gruppe von Geschäftsleuten und früheren Oligarchen, die sich nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine an der Mittelmeerküste niedergelassen haben. In der Ukraine wird diese Gruppe als „Monaco-Bataillon“ bezeichnet. Seit 2023 unterliegt Jermolajew ukrainischen Sanktionen wegen seiner geschäftlichen Aktivitäten auf der von Russland annektierten Krim.

Quelle: www.zeit.de