Trump hatte beim Nato-Gipfel in Ankara Spanien scharf angegriffen und einen Abbruch der Handelsbeziehungen angedroht. Grund sei, dass Spanien das Nato-Ziel von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben ablehne und den USA Stützpunkte im Iran-Krieg verweigere. Sánchez sagte vor Journalisten, er nehme Trumps Worte „mit Ruhe und Geduld“ hin.
Der spanische Premier berichtete, er habe vor dem Gruppenfoto mit Trump ganz locker und freundlich über Fußball und die Weltmeisterschaft geplaudert. Es habe keinerlei Spannungen gegeben. „Im Gegenteil, es gab nur freundliche Worte und Höflichkeit“, so Sánchez. Er betonte, Spanien erfülle seine Zusagen gegenüber der Nato.
Trump hatte sich bei einer Pressekonferenz über Spanien in Rage geredet und das Land als „verlorenen Fall“ und „schrecklichen Partner“ bezeichnet. Er drohte: „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben.“ Dabei übersah er, dass die USA mehr nach Spanien exportieren als umgekehrt. Sánchez gilt als einer der schärfsten europäischen Kritiker von Trumps Außen- und Militärpolitik.
Quelle: Stadt München



