Auf dem G7-Gipfel im französischen Évian hat US-Präsident Donald Trump klargestellt, dass Iran niemals Atomwaffen besitzen werde. Wie der Guardian berichtet, sagte Trump zu Journalisten: „Das Einzige, was mir wirklich wichtig ist, ist, dass Iran niemals eine Atomwaffe haben wird – und das sagt es laut und deutlich.“ Er bezog sich dabei auf das Abkommen mit Teheran.
Trump drohte Iran zugleich mit massiven Konsequenzen, sollte das Land dennoch nach Atomwaffen streben. „Die ganze Hölle wird über Iran hereinbrechen“, sagte der US-Präsident. Er schloss einen Regimewechsel in Teheran jedoch aus. Das Abkommen befinde sich nun in der zweiten Phase, so Trump.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der sich ebenfalls in Évian aufhält, kündigte an, Irans Atomambitionen weiterhin blockieren zu wollen. Trump zeigte sich zwar irritiert über Netanjahu, nannte die Beziehung zu ihm aber „sehr effektiv“ und „unglaublich“. Er betonte, Israel würde ohne seine Unterstützung nicht existieren.
Trump forderte Netanjahu auf, im Libanon „verantwortungsvoller“ zu handeln. Der Libanon sei von allen Ländern „am schlechtesten behandelt“ worden, da er sich nicht verteidigen könne und mit der Hisbollah umgehen müsse, die Trump als „Problem für das Land“ bezeichnete.
Iran hat stets betont, sein Atomprogramm sei friedlich. Das Land hat sich öffentlich nicht verpflichtet, das angereicherte Uran aufzugeben, das nach US-Angaben unter drei Atomanlagen lagert, die bei US-Angriffen im vergangenen Jahr schwer beschädigt wurden. Trump steht unter erheblichem politischem Druck, ein besseres Abkommen auszuhandeln als jenes, das er während seiner ersten Amtszeit aufgekündigt hatte.
Trump zog die USA 2018 aus dem multilateralen Atomabkommen von 2015 zurück, das unter Präsident Barack Obama ausgehandelt worden war. Es sah die Aufhebung von Sanktionen gegen Teheran im Austausch für Grenzen des Atomprogramms vor, einschließlich internationaler Inspektionen. Iran reagierte darauf mit einer Aufstockung der Urananreicherung und produzierte mehr als 400 Kilogramm Material mit nahezu waffenfähigem Reinheitsgrad. Das Schicksal dieses Urans dürfte ein zentraler Verhandlungspunkt in den bevorstehenden Gesprächen sein.
EuroPulse berichtete am 16. Juni 2026 über Trumps Ankündigung, sich nach der Iran-Krise wieder auf den Ukraine-Krieg zu konzentrieren: Trump: USA fokussieren nach Iran-Krise wieder auf Ukraine-Krieg.
Quelle: www.theguardian.com



