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Wechselsperre im Jugendfußball: 13-Jährigem droht halbjährige Pause

Mehreren Jugendfußballern aus dem Raum Hamburg droht eine mehrmonatige Sperre, weil ihre alten Vereine einem Wechsel nicht zustimmen. Wie der NDR berichtet, ist der 13-jährige Aron aus Hamburg betroffen, dem nach einem geplanten Vereinswechsel bis zu sechs Monate Spielpause drohen.

Wechselsperre im Jugendfußball: 13-Jährigem droht halbjährige Pause
Bild: images.ndr.de

Der 13-jährige Aron aus Hamburg wollte in der Sommerpause den Verein wechseln, doch sein bisheriger Club TuS Dassendorf verweigert die Freigabe. Nach einer Regelung des Hamburger Fußballverbands droht ihm dann eine Wartefrist von bis zu sechs Monaten ohne Spielbetrieb. Arons Mutter Forazan Jalilvandi erklärte dem NDR, die sportliche Situation habe sich abrupt verändert: Der Trainer kündigte seinen Abschied an, und es war unklar, ob die Mannschaft in der neuen Saison spielfähig sein würde.

Die Familie entschied sich daher für einen Wechsel, doch bei einem Elternabend teilte der Verein mit, dass mehrere Spieler keine Freigabe erhalten würden. Hintergrund ist eine bundesweit ähnliche Regelung: Verweigert ein Verein die Freigabe, kann die Spielberechtigung bis zu sechs Monate nach dem letzten Pflichtspiel ausgesetzt werden. Alternativ kann die Sperre durch eine Ausbildungsentschädigung umgangen werden – im Fall von Aron rund 300 Euro.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verweist auf Anfrage darauf, dass die Regelungen die Ausbildungsarbeit der Vereine schützen und Stabilität im Wettbewerb sichern sollen. Gleichzeitig räumt der Verband ein, dass die Regelungen im Jugendbereich kritisch diskutiert werden und man mit den Landesverbänden im Austausch über mögliche Anpassungen sei. Der Vorsitzende des TuS Dassendorf, Mirko Richter, betonte, Vereine investierten Zeit und Geld in die Ausbildung junger Spieler: „Wenn wir jedem Kind das Spielrecht gewähren, ohne etwas zu fordern, sind wir am Ende der, der immer nur bezahlt, aber nichts zurückbekommt.“

Arons neuer Verein möchte die Ausbildungsentschädigung nicht übernehmen, daher hat sich die Familie entschlossen, die rund 300 Euro selbst zu zahlen. „Für mich kommt es nicht infrage, dass ein anderer Verein entscheidet, ob mein Sohn spielen darf“, sagte die Mutter. Aron selbst sagte: „Ich will einfach Fußball spielen. Es ist unnötig, mich zu sperren.“

Quelle: www.ndr.de