Das Amtsgericht München eröffnete am Donnerstagnachmittag um 15.25 Uhr das Insolvenzverfahren über die TSV München von 1860 GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Münchner Max Liebig berufen, der bereits die Insolvenzfälle von Türkgücü und des Spitzenkochs Alfons Schuhbeck betreute.
Liebig wird in den kommenden Tagen die wirtschaftliche und rechtliche Lage der Gesellschaft prüfen. Das Gericht ordnete an, dass Verfügungen der Schuldnerin nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. Der Verein hatte am Dienstag nach Ablauf einer Frist Insolvenz angemeldet, nachdem Investor Hasan Ismaik Darlehen gekündigt hatte. Dadurch fehlten der Profimannschaft 2,3 Millionen Euro, um in der dritten Liga weiterspielen zu können. Nach dem Zwangsabstieg sollen nun rund sieben Millionen Euro fehlen.
Der Stammverein hat das Spielrecht der ersten Mannschaft in der Regionalliga zurückgeholt. Die Mitgliederversammlung stimmte bereits der Gründung einer neuen Betriebsgesellschaft zu. Viele Fans hoffen auf ein Ende der Ära Ismaik, während andere die Zukunft der Spieler und Mitarbeiter als ungewiss betrachten. Die Kanzlei Liebig gilt als erfahren in der Insolvenzverwaltung und hat bereits mehrere prominente Fälle bearbeitet.
Quelle: www.sueddeutsche.de



