Karol Nawrocki und Wolodymyr Selenskyj sprachen am 8. Juli auf dem NATO-Gipfel in Ankara miteinander. Der polnische Präsident erklärte auf einer Pressekonferenz, die historischen Fragen seien in dem Gespräch nicht gelöst worden. Nawrocki betonte zugleich, dass beide Länder in Sicherheitsfragen an einem Strang zögen: „Wir schauen in dieselbe Richtung, wenn es um Bedrohungen unserer Unabhängigkeit geht.“ Die größte gemeinsame Gefahr bleibe Russland.
Nawrocki äußerte sich auch zum Thema Ukrainische Aufständischenarmee (UPA). Für ihn seien „ähnliche Symbole nicht verhandelbar“. Die Emotionen der Polen angesichts der Verbrechen der Wolhynien-Tragödie unterlägen keiner Diskussion. Zugleich warnte er, die UPA-Flagge schränke die Zukunft der Ukraine in der Europäischen Union ein. Dennoch bewertete Nawrocki das Treffen als „konstruktiv, wie immer“. Man habe besprochen, wie die künftige Zusammenarbeit aussehen solle.
Selenskyj hatte die Begegnung zuvor als „wichtig und notwendig“ bezeichnet und berichtet, das Gespräch habe über eine Stunde gedauert. Nawrocki räumte ein, dass die polnisch-ukrainischen Beziehungen zuletzt „von großer Anspannung“ geprägt gewesen seien.
Quelle: 24tv.ua



