Die Taten ereigneten sich in Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die meisten der bis zu 150 Kilogramm schweren Objekte wurden auf Berliner Friedhöfen entwendet, darunter eine Bronzefigur im Wert von mindestens 60.000 Euro. Ein dritter Angeklagter, 57 Jahre alt, erhielt wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zwei Jahre Haft auf Bewährung.
Der Vorsitzende Richter Johannes Schwake betonte den ideellen Schaden: „Der ideelle Wert ist nicht zu bemessen.“ Besonders empörend sei der Diebstahl von einem Kinderfriedhof gewesen – „das ist nicht nur pietätlos, eine bodenlose Gemeinheit, einem fehlen die Worte“. Die Polizei hatte wiederholt öffentlich nach den Kunstwerken gefahndet. Hinweise führten schließlich auf die Spur des Paares. Bei einer Durchsuchung fanden Ermittler in ihrem Haus ein Versteck hinter Treppenbalken. Bis auf eine Figur konnten alle gestohlenen Objekte zurückgegeben werden.
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