Mi., 04 Nov. 2026 Kyjiw 16:25Berlin 15:25London 14:25 UKR / DE / EN

Einschulung 2027 in München: Anmeldung am 3. März

Der Anmeldetag für Münchner Grundschulen steht: 3. März 2027. Was Eltern bis dahin klären sollten – von Sprengelschule und Vorkurs Deutsch bis Hort und Frist am 10. April.

Einschulung 2027 in München: Anmeldung am 3. März
Symbolbild: Yan Krukau / Pexels

Der Anmeldetag für Münchner Grundschulen steht: 3. März 2027. Was Eltern bis dahin klären sollten – von Sprengelschule und Vorkurs Deutsch bis Hort und Frist am 10. April.

Der Anmeldetag für alle Münchner Grundschulen steht fest: Mittwoch, der 3. März 2027. Die Uhrzeit nennt die zuständige Sprengelschule. Wer ein Kind hat, das 2027 sechs wird, und das bayerische Schulsystem noch nicht kennt, sollte jetzt sortieren, was bis dahin zu erledigen ist – einiges hat Vorlauf.

Wer muss sich anmelden – und wer darf warten?

Nach Art. 37 des bayerischen Schulgesetzes (BayEUG) werden Kinder schulpflichtig, die bis zum 30. Juni sechs Jahre alt werden. Wer zwischen dem 1. Juli und dem 30. September Geburtstag hat, wird ebenfalls angemeldet, die Eltern können den Schulbeginn aber einmalig um ein Jahr verschieben. Laut Stadt München muss diese Erklärung bis zum 10. April schriftlich an der Schule vorliegen. Für 2027 betrifft das Kinder, die bis zum 30. September 2021 geboren wurden.

Jüngere Kinder können auf Antrag früher eingeschult werden; wer erst nach dem 31. Dezember sechs wird, braucht dafür ein schulpsychologisches Gutachten. In allen Fällen entscheidet die Schulleitung.

Angemeldet wird an der Sprengelschule, die sich nach der Wohnadresse richtet – auf muenchen.de gibt es eine Suche dafür. Eine andere öffentliche Schule ist nur mit Gastschulantrag und aus zwingenden persönlichen Gründen möglich. Wer eine staatlich anerkannte private Grundschule wählt, muss zusätzlich die Sprengelschule informieren.

Deutsch ist die eigentliche Hürde

Für zugewanderte Familien ist ein Punkt aus Art. 37 besonders wichtig: Der Sprachstand wird in Bayern schon im vorletzten Kita-Jahr geprüft. Reicht das Deutsch nicht, muss das Kind einen Vorkurs Deutsch in einer geförderten Kita besuchen, mit mehr als drei Stunden täglicher Buchungszeit. Stellt die Schule bei der Anmeldung fest, dass ein Kind ohne Vorkurs zu wenig Deutsch kann, sieht das Gesetz vor, es zurückzustellen und den Vorkurs im Folgejahr zu verlangen. Die Stadt weist auf dieselbe Möglichkeit hin.

Unsere Einschätzung: Für Kinder, die erst kürzlich aus der Ukraine gekommen sind, lohnt sich ein frühes Gespräch mit der Kita-Leitung und der Schule. Eine Rückstellung ist kein Makel, aber sie verschiebt die Planung für Betreuung und Beruf der Eltern um ein Jahr.

Unterlagen und Betreuung

Mitbringen sollten Eltern den „Übergabebogen“ der Kita. Die schulärztliche Gesundheitsuntersuchung muss bis Schulbeginn im September vorliegen, nicht schon am 3. März. Die Betreuung läuft über mehrere Wege: Ganztagsklasse und Kooperative Ganztagsbildung werden am Anmeldetag in der Schule beantragt, das Tagesheim am Anmeldetag oder über kitafinder+, der Hort ausschließlich über kitafinder+, die Mittagsbetreuung direkt über die Schule. Plätze sind in der Regel begrenzt; wer Betreuung braucht, sollte sie nicht erst im Sommer klären.

Zur Einordnung: Die bayerische Grundschule umfasst die Klassen 1 bis 4, danach geht es an Mittelschule, Realschule oder Gymnasium. In der Ukraine lernen alle Kinder bis zur 9. Klasse gemeinsam, wie das bayerische Kultusministerium erläutert. Die Weichen werden hier also früher gestellt – ein Grund mehr, Deutsch von Anfang an ernst zu nehmen.

Fragen beantwortet das Referat für Bildung und Sport der Stadt unter 089 233-96779 oder a4.rbs@muenchen.de. Die Informationsblätter der Stadt gibt es unter anderem auf Englisch und Russisch.

Quellen: Landeshauptstadt München, Art. 37 BayEUG, Bayerisches Kultusministerium

EuroPulse auf Telegram: die wichtigsten Nachrichten kurz und auf Ukrainisch →