„The Piano Tuner“ ist das Spielfilmdebüt des Kanadiers Daniel Roher, der zuvor ausschließlich Dokumentarfilme gedreht hat. Der Film startet diese Woche in den Kinos und ist perfekt besetzt mit Dustin Hoffman und Newcomer Leo Woodall.
Die Handlung folgt Niki, einem ehemaligen Klavier-Wunderkind, und Harry, einem Jazz-Insider, die als Duo durch Manhattan ziehen und Pianos stimmen. Als Harry einen Herzinfarkt erleidet und die Krankenhauskosten explodieren, lässt sich Niki von einer Einbrecherbande anheuern – sein hochsensibles Gehör befähigt ihn, selbst modernste Safes zu knacken.
Der Film wird für seine hervorragende Schauspielleistung gelobt, insbesondere von Hauptdarsteller Leo Woodall, sowie für das immersive Sounddesign von Johnnie Burn. Burn hatte bereits für „The Zone of Interest“ Maßstäbe gesetzt.
Kritiker sehen in „The Piano Tuner“ eine vielschichtige Tragikomödie, die als charmante Charakterstudie beginnt und sich zu einem Thriller mit unerwarteten Wendungen entwickelt. Allerdings fehle dem Film der Mut zur vollen Konsequenz einer Jazz-Improvisation – manches sei vorhersehbar und konstruiert.
Roher, der 2023 für „Nawalny“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, verarbeitet in seinem Spielfilmdebüt eigene Erfahrungen mit Depression und kreativer Blockade. Der Film sei eine Art Selbsttherapie, die davon handle, wie man nach einer Krise wieder zu sich findet.
Quelle: www.ndr.de



