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Geburtenrate in Deutschland fällt auf Nachkriegstief

Die Geburtenrate in Deutschland ist 2025 auf 1,32 Kinder je Frau gesunken – so niedrig wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden mit 654.241 Geburten so wenige Kinder geboren wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg.

Geburtenrate in Deutschland fällt auf Nachkriegstief
Bild: media0.faz.net

Die zusammengefasste Geburtenziffer lag 2025 bei 1,32 Kindern je Frau – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr (1,42). Damit setzt sich der Abwärtstrend seit 2022 fort, teilte Destatis am Dienstag mit. Zuletzt war die Rate 2006 mit 1,33 ähnlich niedrig; den historischen Tiefstwert gab es Mitte der 1990er-Jahre mit 1,24.

Die Zahl der Geburten sank auf 654.241 – der niedrigste Stand der Nachkriegszeit. Besonders stark fiel der Rückgang in Mecklenburg-Vorpommern (minus 772 Geburten). Die höchste Geburtenziffer hatte Niedersachsen mit 1,38, die niedrigste Sachsen mit 1,16.

Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit bekamen 2025 durchschnittlich 1,20 Kinder. Bei ausländischen Frauen lag die Rate bei 1,78, ebenfalls rückläufig. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt stieg auf 31,9 Jahre, das der Väter auf 34,8 Jahre.

Im EU-Vergleich lag Deutschland 2024 mit 1,34 Kindern je Frau im Mittelfeld. Die höchste Rate hatte Bulgarien (1,72), die niedrigste Malta (1,01). Zwischen 2019 und 2024 sank die Geburtenziffer EU-weit um 12 Prozent – in Deutschland ebenfalls.

Quelle: www.faz.net