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Kyjiw sanktioniert „Rasswet“-Netz und 39 Schattenflotte-Schiffe

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat per Dekret Sanktionen gegen 10 Firmen und 19 Russen rund um das Satellitensystem „Rasswet“ verhängt. Ein zweites Paket trifft 39 Schiffe der russischen Schattenflotte.

Kyjiw sanktioniert „Rasswet“-Netz und 39 Schattenflotte-Schiffe
Symbolbild: Pixabay / Pexels

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat per Dekret Sanktionen gegen 10 Firmen und 19 Russen rund um das Satellitensystem „Rasswet“ verhängt. Ein zweites Paket trifft 39 Schiffe der russischen Schattenflotte.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat per Dekret Sanktionen gegen 10 Unternehmen und 19 mit ihnen verbundene russische Staatsangehörige verhängt, die am Aufbau des Satellitensystems „Rasswet“ beteiligt sind. Ein zweites Paket richtet sich gegen 39 Schiffe der russischen Schattenflotte. Das teilte das Präsidialamt in Kyjiw nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform am Donnerstag mit.

„Rasswet“ ist laut dem Präsidialamt der Versuch Russlands, ein eigenes Satellitensystem im erdnahen Orbit aufzubauen und im Krieg gegen die Ukraine sowie als Bedrohung für die ganze Welt zu nutzen. Das System solle Russland eine Starlink-ähnliche Vernetzung ermöglichen, um Truppen zu führen sowie Angriffsdrohnen – darunter Shahed-Drohnen – und Raketen in Echtzeit zu lenken und zu kontrollieren.

Zu den sanktionierten Firmen zählen laut Ukrinform 5S Group, ein Zulieferer ausländischer Industrieausrüstung und Entwickler von Industrierechnern der Marke RMatic, sowie die Produktionsvereinigung Akwamasch für Metallbearbeitung und Präzisionsteile. Ebenfalls betroffen sind L-Optics, ein Anbieter optischer, Telekommunikations- und Lasertechnik sowie photonischer und Quantenkommunikationssysteme, die Elesar Group als Lieferant ausländischer Elektronikkomponenten und die Firma Small Spacecraft, die Raumfahrttechnik und bodengestützte Satellitenkommunikation entwickelt. Ein RMatic-Rechner sei an einen bereits sanktionierten Hersteller von Systemen zur elektronischen Kampfführung und Orlan-Drohnen geliefert und in Forschungsarbeiten für das Büro 1440 eingesetzt worden.

„Das Projekt hängt von ausländischen Technologien, Ausrüstung und Komponenten ab, deshalb treffen wir diese Lieferketten schon in der Entwicklungsphase und rufen unsere Partner auf, ihre Sanktionen anzugleichen“, sagte Wladyslaw Wlassjuk, Beauftragter des Präsidenten für Sanktionspolitik, laut Ukrinform.

Das zweite Paket umfasst 39 Seeschiffe unter den Flaggen Russlands (17), Barbadas, Liberias, der Marshallinseln und Panamas (je 3), Hongkongs und Dschibutis (je 2) sowie der Bahamas, Äquatorialguineas, Simbabwes, Kameruns, Palaus und Sierra Leones (je 1). Sie transportieren nach Angaben des Präsidialamts russisches Rohöl, Ölprodukte und Gaskondensat nach China, Indien, Ägypten, in die Türkei und andere Länder. Einige der Schiffe stehen bereits unter Sanktionen der EU, Großbritanniens, der USA, Kanadas, der Schweiz und Australiens. Die Ukraine will die Informationen mit ihren Partnern teilen, um die Sanktionen international abzugleichen.

Quellen

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