Sa., 07 Nov. 2026 Kyjiw 17:56Berlin 16:56London 15:56 UKR / DE / EN

Massiver Stromausfall in der Oblast Schytomyr nach russischem Angriff

In der Oblast Schytomyr ist nach einem kombinierten russischen Luftangriff die Stromversorgung großflächig ausgefallen. Getroffen wurden nach Angaben des Gouverneurs Energie- und Brennstoffinfrastruktur.

Massiver Stromausfall in der Oblast Schytomyr nach russischem Angriff
Grafik: EuroPulse

In der Oblast Schytomyr ist nach einem kombinierten russischen Luftangriff die Stromversorgung großflächig ausgefallen. Getroffen wurden nach Angaben des Gouverneurs Energie- und Brennstoffinfrastruktur.

In der Oblast Schytomyr ist es nach einem russischen Angriff auf die Energieinfrastruktur zu einem massiven Stromausfall gekommen. Das meldete der Energieversorger AT „Schytomyroblenerho“ am Samstag im Messengerdienst Telegram, wie die Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Die Fachleute setzten alles daran, die Stromversorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, hieß es weiter.

Der Gouverneur der Oblast Schytomyr, Witalij Bunetschko, erklärte, während eines kombinierten Angriffs aus der Luft, der am Vorabend begonnen habe, hätten die russischen Streitkräfte Objekte der Energie- und Brennstoffinfrastruktur in den Gemeinden Schytomyr und Swjahel getroffen. Reparaturarbeiten und die Beseitigung der Folgen hätten die ganze Nacht gedauert und liefen weiter. Informationen über Tote oder Verletzte seien nicht eingegangen, so Bunetschko laut Ukrinform. Bereits am Freitag, 6. November, hatten russische Angreifer nach Ukrinform-Angaben ein Objekt der Energieinfrastruktur in der Gemeinde Schytomyr attackiert.

Der Angriff war Teil einer größeren Welle: Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland 172 Drohnen und 36 ballistische Raketen auf die Hauptstadt und andere Regionen ab, wie Radio Free Europe/Radio Liberty berichtet. Getroffen wurden demnach Energieanlagen, Wohngebäude und wichtige Verkehrsinfrastruktur. Teile Kyjiws waren ohne Strom, Heizung und Wasser. Bürgermeister Witalij Klitschko bezeichnete die Lage der Energieversorgung nach den Treffern in den Regionen Kyjiw und Schytomyr als „extrem schwierig“. In Kyjiw wurden fünf Menschen verletzt, darunter ein 14-Jähriger. Beschädigt wurden nach diesen Angaben auch mehrere Wohnhäuser, ein Kindergarten und ein Nichtwohngebäude.

Nach Darstellung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj galten die Angriffe unter anderem Umspannwerken, die die Kernkraftwerke Riwne und Chmelnyzkyj mit Kyjiw und den zentralen Regionen verbinden; weitere Umspannwerke seien in den Oblasten Winnyzja, Schytomyr, Riwne, Charkiw und Dnipropetrowsk beschädigt worden. In einem Telegram-Beitrag vom Samstag forderte Selenskyj Washington auf, die Unterstützung der Ukraine aufrechtzuerhalten und auszuweiten. „Wenn Russland versucht, Kyjiw – eine Stadt mit Millionen Einwohnern – und das ganze Land in einen Blackout zu stürzen, darf die Ukraine nicht allein gelassen werden“, schrieb er.

Quellen

EuroPulse auf Telegram: die wichtigsten Nachrichten kurz und auf Ukrainisch →