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Deutschlandticket 2027: 66,80 Euro – was Abo-Kunden tun müssen

Ab Januar kostet das Abo 3,80 Euro mehr. Was der neue Preisindex, die Fristen und die Sozialtickets bedeuten – und wann Sie handeln müssen, damit das Abo nicht endet.

Deutschlandticket 2027: 66,80 Euro – was Abo-Kunden tun müssen
Symbolbild: Ling Xu / Pexels

Ab Januar kostet das Abo 3,80 Euro mehr. Was der neue Preisindex, die Fristen und die Sozialtickets bedeuten – und wann Sie handeln müssen, damit das Abo nicht endet.

Wer das Deutschlandticket im Abo hat, zahlt ab dem 1. Januar 2027 monatlich 66,80 Euro statt 63 Euro. Das hat das bayerische Verkehrsministerium am 30. September mitgeteilt; es ist die erste Preisanpassung nach einem festen Index. Stand: 7. November 2026.

Die Zahlen: 3,80 Euro mehr im Monat, das sind rund sechs Prozent und aufs Jahr gerechnet 45,60 Euro (von 756 auf 801,60 Euro). Zum Start im Mai 2023 kostete das Ticket 49 Euro, 2025 stiegen die Preise auf 58, 2026 auf 63 Euro. Das Jobticket kostet 2027 laut ADAC 63,46 Euro, das Deutschlandsemesterticket 40,08 Euro.

Woher kommt die Zahl? Die Verkehrsminister der Länder haben im März 2026 in Lindau einen Preisindex beschlossen. Er gewichtet Personalkosten mit 55 Prozent, Energie mit 20 und allgemeine Kosten mit 25 Prozent. Der Preis wird künftig jeden Herbst festgelegt und muss spätestens am 30. September des Vorjahres feststehen – Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über den Preis entfallen. Der Zuschuss der öffentlichen Hand ist gedeckelt (Bund und Länder zahlen je 1,5 Milliarden Euro im Jahr), steigende Löhne und Energiekosten landen deshalb im Ticketpreis. Unsere Einschätzung: Das Ticket wird absehbar jedes Jahr etwas teurer, ein Preissprung wie 2025 ist durch den Index aber weniger wahrscheinlich als früher. Branchenstimmen erwarten auch für 2028 eine Erhöhung.

Was Sie jetzt tun müssen. Das hängt vom Anbieter ab. Manche Verkehrsunternehmen buchen den neuen Preis automatisch ab. Die Deutsche Bahn verlangte bei der letzten Erhöhung eine ausdrückliche Zustimmung bis zum 30. November 2025; wer nicht reagierte, dessen Abo endete zum Jahreswechsel. Nach Angaben von monsterdealz.de gilt für 2026 wieder der 30. November – prüfen Sie die E-Mail Ihres Anbieters und den Aboportal-Eintrag, auch wenn wir das noch nicht bei der Bahn selbst bestätigen konnten. Wer das Abo beenden will, kündigt laut ADAC spätestens zum 10. des Monats für das Ende des laufenden Monats; für Dezember heißt das: bis 10. Dezember, sonst läuft der Januar zum neuen Preis.

Wer mit wenig Geld fährt. Sozialtickets sind an den Landes- oder Kommunalzuschuss gekoppelt. Bleibt der Zuschuss in Euro gleich, zahlen die Fahrgäste die 3,80 Euro selbst; in Hamburg etwa stiege der Eigenanteil von 27,50 auf 31,30 Euro, wenn nichts angepasst wird (gegen-hartz.de, bedingte Rechnung). Für Bayern liegt uns noch keine Ankündigung vor – fragen Sie bei MVG/MVV oder Ihrem Sozialamt nach, ob es einen vergünstigten Tarif für Leistungsbezieher gibt. Wer einen Arbeitgeber hat: Zahlt er mindestens 25 Prozent zum Jobticket zu, gibt es zusätzlich 5 Prozent Rabatt.

Lohnt sich das Ticket noch? Rechnen Sie nach: 66,80 Euro entsprechen bei 22 Arbeitstagen rund 3 Euro pro Tag – wer täglich pendelt oder regelmäßig Regionalzüge nutzt, liegt meist weiter unter den Einzelfahrpreisen, vergleichen Sie mit Ihrem Verbund. Wer nur selten fährt, kann das Abo zum Monatsende kündigen und es später neu abschließen.

Zuvor berichteten wir über das Kindergeld 2027 und weitere Änderungen zum Jahreswechsel.

Quellen: Bayerisches Bauministerium, ADAC, inside digital, gegen-hartz.de

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