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Drohnenangriff auf Chemiewerk „Asot“ in Nowomoskowsk

In der Nacht zum Mittwoch haben Drohnen das Chemiewerk „Asot“ in der russischen Stadt Nowomoskowsk in der Region Tula angegriffen. Auf dem Gelände brach ein Feuer aus, nach OSINT-Auswertungen brannte eine Ammoniakanlage.

Drohnenangriff auf Chemiewerk „Asot“ in Nowomoskowsk
Grafik: EuroPulse

In der Nacht zum Mittwoch haben Drohnen das Chemiewerk „Asot“ in der russischen Stadt Nowomoskowsk in der Region Tula angegriffen. Auf dem Gelände brach ein Feuer aus, nach OSINT-Auswertungen brannte eine Ammoniakanlage.

In der Nacht zum Mittwoch haben Drohnen das Chemiewerk „Asot“ in der russischen Stadt Nowomoskowsk in der Region Tula angegriffen. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrajinska Prawda unter Berufung auf die Monitoring-Telegram-Kanäle Exilenova+ und Supernova+ sowie auf den Gouverneur der Region Tula, Dmitri Miljajew.

Der Telegram-Kanal Exilenova+ meldete laut Ukrajinska Prawda: „Nowomoskowsk, Region Tula, das Chemiewerk ‚Asot‘ wurde angegriffen, nach dem Angriff begann auf dem Gelände ein Feuer.“ Eine Auswertung veröffentlichter Fotos und Videos von Anwohnern (OSINT) deute darauf hin, dass höchstwahrscheinlich die Ammoniakanlage AM-70 in Brand geraten sei.

Miljajew bestätigte den Drohnenangriff auf die Region Tula und erwähnte Schäden an der Infrastruktur im Industriegebiet von Nowomoskowsk. Nach Darstellung des Gouverneurs, über die das Nachrichtenportal TSN berichtet, sollen die Schäden durch Trümmer abgeschossener Drohnen entstanden sein.

TSN zufolge meldeten Anwohner Explosionen, in mehreren Stadtteilen von Nowomoskowsk seien danach Brände ausgebrochen. In der Region war in der Nacht Raketen- und Drohnenalarm ausgerufen worden. Auf Bildern im Netz seien eine starke Rauchentwicklung und Rauchsäulen über der Stadt zu sehen. Die lokalen Behörden riefen die Bevölkerung laut TSN zur Ruhe auf. Zugleich seien Labore der regionalen Verwaltung von Rospotrebnadsor in die Stadt geschickt worden, um eine mögliche chemische Belastung zu prüfen.

Das Werk „Asot“ gehört laut Ukrajinska Prawda und TSN zur Gruppe „JewroChim“ und zählt zu den größten Herstellern von Stickstoffdünger in Russland. Es produziert Ammoniak, Ammoniumnitrat, Harnstoff und Methanol. Nach Angaben des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes lieferte das Werk zudem Salpetersäure an das Werk namens Swerdlow in Dserschinsk, das Sprengstoffe für den russischen militärisch-industriellen Komplex herstellt.

Ukrajinska Prawda weist darauf hin, dass „Asot“ nicht zum ersten Mal Ziel von Drohnenangriffen war – das Werk sei bereits im Juni getroffen worden. In derselben Nacht brach laut Ukrajinska Prawda auch in der russischen Stadt Lipezk nach einem Angriff auf ein Hüttenwerk ein Feuer aus.

Quellen

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