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US-Luftwaffe sucht Produzenten für 1.000 ERAM-Raketen für die Ukraine

Die US-Luftwaffe hat Anbieter für mehr als 1.000 neue Marschflugkörper des Typs ERAM für die Ukraine gesucht. Die ersten Lieferungen sollen spätestens drei Monate nach Vertragsvergabe beginnen.

US-Luftwaffe sucht Produzenten für 1.000 ERAM-Raketen für die Ukraine
Symbolbild: Jaxon Matthew Willis / Pexels

Die US-Luftwaffe hat Anbieter für mehr als 1.000 neue Marschflugkörper des Typs ERAM für die Ukraine gesucht. Die ersten Lieferungen sollen spätestens drei Monate nach Vertragsvergabe beginnen.

Die US-Luftwaffe sucht Hersteller für mehr als 1.000 neue luftgestützte Marschflugkörper, die für die Ukraine bestimmt sind. Wie die Kyiv Post unter Berufung auf die Air Force Times berichtet, hat die Luftwaffe am Dienstag, 3. November, eine neue Marktabfrage veröffentlicht, mit der Unternehmen ihre Fertigungsmöglichkeiten für die Extended Range Attack Munition (ERAM) darlegen sollen.

Die Abfrage auf der Beschaffungsplattform der US-Regierung, SAM.gov, setzt eine Frist zur Antwort bis zum 19. November. Die ersten der mehr als 1.000 Raketen sollen spätestens drei Monate nach Vertragsvergabe geliefert werden, alle Lieferungen innerhalb von 15 Monaten abgeschlossen sein.

Laut Kyiv Post soll die Rakete rund 227 Kilogramm wiegen, mehr als 460 Kilometer weit fliegen und schneller als Mach 0,6 sein. Die Abweichung vom Ziel soll am Ende des Flugs höchstens 10 Meter betragen, auch bei elektronischen Störungen oder gestörten GPS-Signalen. Der Sprengkopf soll Splitter- und Druckwirkung entfalten und nur begrenzt durchschlagen.

Das Programm ist Teil der Bemühungen des Pentagons, Waffen günstiger und in kürzeren Zeiträumen zu entwickeln. 2024 vergab die Luftwaffe Verträge zur Entwicklung von ERAM-Prototypen an die beiden kleineren Rüstungsfirmen Zone 5 Technologies und CoAspire. Im Januar 2026 folgte auf der Eglin Air Force Base in Florida ein Test mit echtem Sprengkopf.

Ob die Ukraine ERAM-Raketen bereits im Kampf einsetzt, geht aus den Berichten nicht hervor. Im Juni 2026 berichteten ukrainische Medien, Kyjiw könnte die Variante AGM-188A Rusty Dagger bereits bei einem Angriff auf ein Halbleiterwerk in der russischen Region Woronesch eingesetzt haben. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es laut Kyiv Post nicht.

Quellen

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