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Ukrainische Drohnen treffen Raffinerie und Armee-Lieferanten in Russland

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zu Freitag die Raffinerie Nowokuibyschewsk in der Region Samara und ein Werk für Armeeverpflegung in der Region Brjansk getroffen. Beide Anlagen gerieten in Brand.

Ukrainische Drohnen treffen Raffinerie und Armee-Lieferanten in Russland
Grafik: EuroPulse

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zu Freitag die Raffinerie Nowokuibyschewsk in der Region Samara und ein Werk für Armeeverpflegung in der Region Brjansk getroffen. Beide Anlagen gerieten in Brand.

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht zu Freitag die Raffinerie Nowokuibyschewsk in der russischen Region Samara sowie ein Werk des Armeeverpflegers Konservsuschprod in der Stadt Starodub in der Region Brjansk angegriffen. Nach Angaben der Kyiv Post brachen an beiden Anlagen Brände aus. Die Angriffe erfolgten in der Nacht zum Freitag, 30. Oktober, wie die Kyiv Post am selben Tag berichtet.

Die Raffinerie in Nowokuibyschewsk gehört seit 2007 dem russischen Ölkonzern Rosneft und verarbeitet nach Angaben der Kyiv Post jährlich rund 8,8 Millionen Tonnen Rohöl. Sie stellt mehr als 20 Erdölprodukte her, darunter Euro-5-Benzin, Diesel, Bitumen und Petrolkoks sowie Kerosin für die russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Anwohner berichteten laut der unabhängigen russischen Nachrichtenagentur ASTRA von Explosionen und Luftabwehraktivität am frühen Morgen. Die regionalen Behörden hätten gegen 6 Uhr eine Drohnenwarnung ausgerufen, als der Angriff bereits im Gange gewesen sei. Ein OSINT-Analyst von ASTRA habe anhand von Leserfotos die Raffinerie als Brandort identifiziert.

Es ist der Kyiv Post zufolge der erste gemeldete Angriff auf eine russische Raffinerie seit fast zwei Wochen. Zuletzt seien am 15. Oktober die Raffinerie Rjasan und am 16. Oktober eine Industrieanlage in Surgut getroffen worden. Die Pause sei unter Druck des US-Präsidenten Donald Trump erfolgt, der den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert habe, Angriffe auf russische Raffinerien und Energieinfrastruktur einzustellen. Die Ukraine habe ihre Drohnenkampagne zwischenzeitlich auf die russische Metallindustrie verlagert. Die Raffinerie in Nowokuibyschewsk war bereits mehrfach Ziel von Angriffen, zuletzt am 22. August. Nach Angriffen am 18. April hatte das Werk den Betrieb seiner beiden Hauptdestillationsanlagen AVT-11 und AVT-9 eingestellt.

In Starodub geriet laut Kyiv Post nach dem Angriff auf das Werk Konservsuschprod ein großes Feuer aus. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als traditionsreichen Lieferanten von Konserven und Einzelportionen für russische Sicherheitskräfte und Streitkräfte und hält die Rechte an der Marke „Russische Armee“. Das Werk sei bereits 2023 und 2025 angegriffen worden.

Die Drohnenangriffe führten zudem zu vorübergehenden Schließungen an den Flughäfen der Region Moskau. Die russische Föderale Agentur für Lufttransport verhängte laut Kyiv Post zeitweise Start- und Landebeschränkungen an den Flughäfen Domodedowo, Wnukowo, Scheremetjewo und Schukowski. Auch der Flughafen Jaroslawl sei geschlossen worden. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, zwischen dem Abend des 29. Oktober und 7 Uhr am 30. Oktober seien 862 Drohnen in Richtung der Region Moskau geflogen. Die meisten seien in Entfernung zur Hauptstadt abgefangen worden, 170 Drohnen seien auf dem Anflug auf Moskau abgeschossen worden.

Quellen

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