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A99 bei München: Drei Tage Vollsperrung im November

Die A99 wird zwischen den Autobahnkreuzen München-Süd und München-Ost drei Tage komplett gesperrt. Grund ist der Abriss der maroden B304-Brücke bei Haar.

A99 bei München: Drei Tage Vollsperrung im November
Archivfoto: Flocci Nivis / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Die A99 wird zwischen den Autobahnkreuzen München-Süd und München-Ost drei Tage komplett gesperrt. Grund ist der Abriss der maroden B304-Brücke bei Haar.

Die A99 wird zwischen den Autobahnkreuzen München-Süd und München-Ost drei Tage lang komplett gesperrt – vom Freitag, 20. November, 20 Uhr, bis Montag, 23. November, 5 Uhr. Das hat die Autobahn GmbH des Bundes angekündigt. Grund ist der Abriss der Brücke der Bundesstraße 304 über die Ostumfahrung bei Haar. Die Autobahn GmbH ruft deshalb schon jetzt dazu auf, in diesem Zeitraum „auf alle nicht nötigen Fahrten mit dem Auto zu verzichten.“

Die 1973 gebaute Brücke ist laut Autobahn GmbH in einem „derart schlechten baulichen Zustand“, dass nur noch die komplette Demontage infrage kommt. Bei einem Teilabriss stünde zu befürchten, dass die restliche Brücke unkontrolliert auf die Fahrbahn der A99 stürzen könnte, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Seit August läuft der Verkehr auf der B304 bereits über eine Behelfsbrücke südlich der alten Querung. Sie bleibt nach Angaben der Autobahn GmbH in Betrieb, bis der Ersatzneubau Ende 2028 fertiggestellt ist.

Bis zu 160.000 Fahrzeuge am Tag

Die Ostumfahrung gehört zu den meistbefahrenen Autobahnabschnitten Mitteleuropas: Bis zu 160.000 Fahrzeuge sind dort täglich unterwegs, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Allein die alte Brücke nutzen rund 38.000 Fahrzeuge pro Tag. Bei einer Prüfung im Mai 2025 waren Schäden festgestellt worden, im Frühjahr 2026 begann der Bau der Behelfsbrücke.

Die Autobahn GmbH hat nach eigenen Angaben bewusst das „verkehrsärmste Wochenende des Jahres“ gewählt. Dennoch warnt sie vor massiven Belastungen, vor allem für das Straßennetz im gesamten Münchner Stadtgebiet. Fahrten zur Messe nach Riem oder zum Flughafen ins Erdinger Moos dürften erheblich länger dauern. Auch in den Landkreisen München, Ebersberg und Erding rechnet die Behörde mit erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Eine empfehlenswerte Umleitungsroute gibt es nicht. Die möglichen Ausweichstrecken B304 und B471 sind laut Autobahn GmbH schon ohne die Sperrung stark ausgelastet. Ein Großteil des Verkehrs werde deshalb durch die Stadt ausweichen müssen, schreibt t-online. Auch auf der A94 sowie auf kleinräumigen Ausweichstrecken sind demnach erhebliche Behinderungen zu erwarten. Rückstaus und Ausweichverkehr können auch den Verkehr zum Flughafen München, zur Messe München und zur Allianz Arena beeinträchtigen.

Fernverkehr soll München großräumig umfahren

Der Lkw-Verkehr wird bereits in Würzburg auf die Route über die A7, die A96 und den Arlbergtunnel Richtung Brenner verwiesen. In Nürnberg, am Inntaldreieck und am Autobahnknoten Salzburg soll es Hinweise geben, über Linz und Nürnberg zu fahren und den Großraum München zu meiden. Im Raum Nürnberg sollen Verkehrsteilnehmer mit geeigneten Fahrtzielen auf eine weiträumige Route über die A3 in Richtung Regensburg und Passau aufmerksam gemacht werden.

Während der Sperrung offen bleiben die Anschlussstellen Hohenbrunn und Ottobrunn in Fahrtrichtung Salzburg sowie die Anschlussstelle Haar in Fahrtrichtung Nürnberg und Stuttgart. Die Autobahn GmbH bittet die Menschen in den betroffenen Regionen, möglichst auf den öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen. „Dies ist vor allem deshalb erforderlich, um Rettungswege für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste offenzuhalten“, mahnt ein Sprecher der Behörde laut Süddeutscher Zeitung.

Wer an dem Wochenende auf das Auto angewiesen ist, sollte deutlich mehr Fahrzeit einplanen. t-online empfiehlt, vor der Abfahrt die aktuelle Verkehrslage zu prüfen und Fahrten wenn möglich zu verschieben. Für die Autobahn GmbH ist die Sperrung zugleich der Startschuss für den Neubau: Nach dem Abriss der alten Brücke soll an derselben Stelle eine neue Querung entstehen, fertig werden soll sie Ende 2028.

Quellen

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