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Drohnenangriff auf Ozon-Logistikzentrum in Adygeja

Die Ukraine hat in der Nacht ein Logistikzentrum des russischen Versandhändlers Ozon in der Teilrepublik Adygeja getroffen. Laut Tass brachen Feuer aus, Mitarbeiter wurden evakuiert.

Drohnenangriff auf Ozon-Logistikzentrum in Adygeja
Grafik: EuroPulse

Die Ukraine hat in der Nacht ein Logistikzentrum des russischen Versandhändlers Ozon in der Teilrepublik Adygeja getroffen. Laut Tass brachen Feuer aus, Mitarbeiter wurden evakuiert.

Die Ukraine hat in der Nacht ein Logistikzentrum des russischen Versandhändlers Ozon in der südrussischen Teilrepublik Adygeja mit Drohnen angegriffen. Die Mitarbeiter des Zentrums seien wegen des Angriffs evakuiert worden, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Unternehmen. In dem Gebäude sei ein Feuer ausgebrochen, nach vorläufigen Angaben gab es keine Verletzten. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht, wie der «Spiegel» am Mittwoch, 4. November, meldet.

Es ist nicht der erste Schlag dieser Art: In den vergangenen Wochen hat die Ukraine nach Angaben des «Spiegel» verstärkt Versandzentren der russischen Onlinehändler Wildberries und Ozon zerstört oder beschädigt. Seit mehreren Monaten greift das Land in seinem Abwehrkampf systematisch weit entfernte Ziele in Russland an, vor allem Raffinerien und Anlagen der Waffenindustrie. Russland führt seit Februar 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die sich mit westlicher Hilfe verteidigt.

Was Trump über die Gespräche sagt

Während die Angriffe weitergehen, laufen die Vorbereitungen für neue Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump sagte der britischen «Financial Times», er sei optimistisch, dass die Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland Fortschritte machten. «Ich glaube, beide Seiten sind an dem Punkt angelangt, an dem sie sagen: Lasst uns eine Einigung erzielen», so Trump. Für kommenden Dienstag und Mittwoch sind unter Vermittlung der USA in den Vereinigten Arabischen Emiraten die ersten direkten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland seit Langem angesetzt.

Am Dienstag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin getroffen. Beide pochten darauf, dass die Europäer an den anstehenden Gesprächen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs beteiligt werden müssten. Deutschland ist derzeit der wichtigste Unterstützer der Ukraine. Selenskyj schrieb am späten Abend auf der Plattform X, er habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für die umfassende Unterstützung Deutschlands gedankt. Europa bezeichnete er als wichtigen Bestandteil, um den Friedensprozess voranzutreiben.

Gegenschläge in der Nacht

Russland hat in der Nacht nach eigenen Angaben wieder zahlreiche Landesteile in der Ukraine angegriffen. Dabei seien zwei Kraftwerke in den Regionen Kyjiw und Schytomyr getroffen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mit. Zudem sei ein Frachtschiff nahe der Hafenstadt Odessa attackiert worden. Ukrainischen Behörden zufolge gab es weitere Angriffe in den Regionen Poltawa, Dnipro, Kirowohrad und Riwne sowie auf die Hauptstadt Kyjiw.

Anmerkung der Redaktion: Die Angaben zu den Schäden in Adygeja stammen vom russischen Unternehmen über die Nachrichtenagentur Tass und sind bislang nicht unabhängig bestätigt. Die Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums zu den Angriffen auf die Ukraine ist ebenfalls nicht unabhängig überprüft.

Quellen

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