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USA greifen laut Bericht iranische Insel Keschm an

Einen Tag vor den Midterms haben die USA laut „Wall Street Journal“ die iranische Insel Keschm in der Straße von Hormus attackiert. Zuvor soll es bereits mehrere geheime Angriffe gegeben haben.

USA greifen laut Bericht iranische Insel Keschm an
Archivfoto: NASA image using data provided courtesy of the University of Maryland’s Global L / Wikimedia Commons, Public domain

Einen Tag vor den Midterms haben die USA laut „Wall Street Journal“ die iranische Insel Keschm in der Straße von Hormus attackiert. Zuvor soll es bereits mehrere geheime Angriffe gegeben haben.

Die USA haben einen Tag vor den Midterms einem US-Medienbericht zufolge die iranische Insel Keschm in der Straße von Hormus angegriffen. Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter, dem Angriff am Montag auf die größte Insel der Meerenge seien bereits mehrere begrenzte Attacken vorausgegangen, die Washington in den vergangenen Wochen heimlich gegen Iran ausgeführt habe. Auch die Nachrichtenagentur AP berichtet und beruft sich ebenfalls auf einen US-Regierungsvertreter; laut dpa berichteten zudem die Sender CNN und CBS über die „begrenzten“ Angriffe.

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldete, auf der Insel seien kurz hintereinander fünf Explosionen zu hören gewesen. Einige Bewohner berichteten zudem, zwei Flugzeuge am Himmel gesehen zu haben. Auch im iranischen Staatsfernsehen war von Explosionen auf Keschm die Rede. Das US-Verteidigungsministerium verwies bei Fragen zu den gemeldeten Angriffen an das zuständige US-Kommando Centcom, das auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP am späten Montag zunächst nicht reagierte.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, vor den Midterms keine Angriffe anordnen zu wollen, und diplomatische Fortschritte mit Teheran signalisiert. Dem „Wall Street Journal“ zufolge führen die USA bereits seit einigen Wochen Angriffe in kleinerem Umfang gegen Iran aus. Einige Regierungsvertreter bezeichneten die Aktionen demnach als defensiv; sie sollten Iran daran hindern, weiterhin ungehindert Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen. Militärschläge in kleinerem Umfang seien absichtlich geheim gehalten worden, um keine Absicht zur Wiederaufnahme einer größeren Militäroperation gegen Iran zu signalisieren.

Keschm liegt in der Straße von Hormus, die im Mittelpunkt des Konflikts zwischen den USA und Iran steht und für den weltweiten Handel mit Öl und Gas enorm wichtig ist. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hat Teheran die Meerenge weitgehend blockiert und greift dort regelmäßig Schiffe an. Die USA verhängten im Gegenzug eine Seeblockade iranischer Häfen.

Trump und Vizepräsident JD Vance gaben sich am Vorabend der Wahlen optimistisch, nach gut acht Monaten Krieg mit Iran ein baldiges Friedensabkommen erzielen zu können. „Es könnte passieren!“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social und gab an, die Ölpreise fielen „wie ein Stein“. Die Ölpreise, die durch die iranische De-facto-Blockade der Straße von Hormus in die Höhe geschossen waren, sind am Montag um mehr als sieben Prozent eingebrochen. Grund dafür war der Optimismus hinsichtlich eines möglichen Endes des Konflikts. Der unpopuläre Iran-Krieg und seine Folgen für die Benzinpreise sowie andere Wirtschaftsbereiche gelten als Schwachpunkt der Republikaner im Bemühen, ihre Mehrheiten im Kongress zu verteidigen.

Quellen

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